Newsletter 2015

Liebe Gaeste, Freunde und Verwandte ,

Cattle in Winter

Cattle in Winter

Liam Felix Schlaepfer Cattle in Bush

 

 

 

 

 

schon wieder geht ein Jahr dem Ende zu und ich muss sagen gut so. Es war ein anstrengendes Jahr mit viel Schoenem aber leider auch Traurigem.

Stephan’s Vater ging es leider schon laengere Zeit nicht gut. Ende Januar verschlimmerte sich sein Zustand so, dass die Familie das Schlimmste befuerchtete und so flog Stephan im Februar kurzerhand in die Schweiz. Leider schaffte er es nicht mehr seinen Vater zu sehen , aber es war gut, dass er da war, um mit seiner Mutter und den Geschwistern Abschied zu nehmen. Kim’s Arbeitgeber hatte waehrend des Winters kaum Auftraege. So war Kim auf der Arbeitssuche und hatte Zeit mir unter die Arme zu greifen. (Sie hat in der Zwischenzeit einen neuen Job wieder als “Environmental Monitor” gefunden. Ist nach Prince George gezogen und arbeitet diesen Winter hauptsaechlich in Labrador, 3 Wochen in Labrador, eine Woche zu Hause.) Wir hatten viel Spass beim Tiere fuettern und heizen, aber auch beim Langlaufskifahren, Schneeschulaufen und jeden Mittwoch beim Cribbage spielen im Horsefly Pub. Gewonnen haben wir allerdings nie etwas, aber Spass gemacht hat es trotzdem.

Myka

Myka

Copper

Copper

Max-Copper

Max with Copper

Dann ein paar Monate spaeter mussten wir von Myka Abschied nehmen. Sie war ein toller Hund, wurde ueber 13 Jahre alt und war immer voll mit dabei , wie beim Kuehe treiben, Traktor fahren, Langlaufskifahren, Wandern , Schwimmen und Baeren jagen. Da es natuerlich nicht ohne einen Hirtenhund geht, kam dann im Juni die 9 Woche alte Copper zu uns. Sie ist ein Red Heeler (Australien Cattle Dog) mit Energie fuer Zwei. Max fand den Welpen aber gar nicht “cool”. Es hat einige Zeit gedauert , bis er sich von ihr zum Spielen verleiten liess. Nun sind die zwei aber ein richtiges Team, machen Rennen im Schnee und Max laesst sich von ihr ab und zu so richtig knuddeln.

Moni-Max Stefan-MaxIm Mai waren wir an eine Hochzeit in Kelowna eingeladen . So sind wir mit unserem Wohnwagen und Max losgezogen, waehrend unser Wwoofer Charlotte zu Hause die Stellung hielt. Vielen Dank Charlotte! Zuerst blieben wir ein paar Tage auf dem Fintry Provincial Park in der Naehe von Vernon mit einem Stellplatz direkt am See. Captain James C. Dun-Waters verwandelte das Fintry Delta zwischen 1909 and 1939 in einen Garden Eden mit einem achteckigen Kuhstall, einer wunderschoenen Villa und einer Stromversorgung vom nahegelegenen Wasserfall. Vieles davon steht immer noch und so haben wir die paar Tage mit Besichtigungen, wandern und Kayak fahren verbracht. Nach drei Tagen sind wir dann nach Kelowna auf den Bear Creek Provincial Park umgezogen. Leider gabs dort nicht mehr einen so schoenen Stellplatz. Wir haben die Zeit aber trotzdem mit wandern, erkunden von Kelowna und natuerlich mit einem wunderschoenen Hochzeitsfest genossen.

Einen Tag nach unserer Ankunft in Fintry erhielten wir einen aufgeregten Telefonanruf von Felix. Unser Enkel kam 2 Wochen zu frueh auf die Welt. Eigentlich planten wir bei der Geburt in Calgary zu sein,…..aber das Baby machte uns einen Strich durch die Rechnung. Liam Felix Schlaepfer kam am 27. Mai 2015 als gesundes, aber leichtes Baby auf die Welt. Zwei Wochen nach seiner Geburt sind wir dann zusammen mit Kim auf einen kurzen Besuch nach Calgary gefahren und haben unseren Enkel kennengelernt. Was fuer ein Schatz ! Er ist seither tuechtig gewachsen, krabbelt schon fleissig und liebt sein neues Essen , puerierte Randen und sonstiges Gemuese wie auch Yoghurt, Eier etc. Leider wohnt Felix mit seiner Familie echt weit weg , 1000 km von unserem Haus bis zu Felix, eine etwa 11 stuendige Autofahrt. Bis jetzt haben wir es aber trotzdem geschafft Liam etwa alle zwei Monate zu sehen.

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Wieder zu Hause von unseren Fruehlingsausfluegen ging es dann los mit Arbeit, Arbeit, Arbeit. Die Cabins, der Campingplatz, der Garten, die Zaeune und die Kaelbchen, alles musste erledigt werden. Das Resort wurde wegen unseren Fruehlingsausfluegen erst am 1. Juli geoeffnet. Die Kaelbchen, die alle zwischen Ende Maerz und Anfangs Mai auf die Welt kamen, mussten gegen Ende Juni geimpft, gebrandet und mit Ohrenmarken “verziert” werden. Das ist immer ein anstrengender Tag. Mit Hilfe unserer Nachbarn Sharon und Roy und Kim ging das Ganze problemlos ueber die Buehne. Dieses Jahr wurden 85 Kaelbchen auf der Double C Ranch geboren. Die sind immer so suess, koennen aber ganz schoen ausschlagen , wenn ihnen etwas nicht passt. So ist Vorsicht geboten und Kim (diejenige , die die Kaelbchen reintreibt) hat dann abends immer einige blaue Flecken. Stephan war auch tuechtig mit Zaeune reparieren/neu aufbauen beschaeftigt und wurde dabei von Jack und Roy kraeftig unterstuetzt. Damit sie zum Mittagessen nicht ins Resort fahren mussten , brachte ich das Essen auf die Ranch. Mit Klapptisch und Stuehlen verbrachten wir einige gemuetliche Mittagessen mitten auf den Wiesen umgeben von Kuehen, die sich sehr wunderten.

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Das Resort war fuer die zwei Hauptmonate, Juli und August, tuechtig ausgebucht und so war ich recht beschaeftigt mit Putzen, Gaeste betreuen, Rasenmaehen, Gartenarbeiten usw. Wir hatten einen sehr trockenen Sommer mit vielen Waldbraenden in British Columbia. Zum Glueck wohnen wir aber in einer eher nassen Gegend und wurden so von den Feuern verschont. Aber leider waren wieder mal keine Lagerfeuer erlaubt.

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Am 25. July organisierte das Horsefly Volunteer Fire Department einen ATV (Quad) Poker Rally. Dieses Jahr durften wir auf den Eureka Peak. Normalerweise darf man dort nicht mit motorisierten Fahrzeugen hin und kommt so, da Eureka Peak sehr abgelegen ist, praktisch nicht hinauf. Trotz stroemendem Regen waren ueber 100 Fahrer am Start. Es ist kein Rennen. Man faehrt eine vorgegebene Strecke ab und erhaelt an gewissen Punkten eine Spielkarte. Derjenige der die beste Pokerhand hat , gewinnt dann den Hauptpreis. Nach kurzer Zeit klaerte das Wetter etwas auf und unsere Gruppe (Sharon und Roy, Jo und Brett, Nancy, Stephan und ich) genossen die wunderschoene Fahrt auf den Berg und den bluehenden Bergwiesen entlang in aller Ruhe. Es ist wunderschoen da oben. Die Fahrt durch Matsch und Regen lohnte sich.

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Timothy1Ende August machten Stephan, Slavko, Thomas, Sharon und Roy noch einen Quad Ausflug auf den Big Timothy Mountain. Thomas kam einen Tag vorher aus der Schweiz zu uns als Wwoofer und Slavko besuchte uns aus Deutschland fuer ein paar Wochen. Fuer beide war das ein ganz tolles Abenteuer, obwohl Thomas’s Handgelenke danach etwas entzuendet waren. Big Timothy Mountain ist ein 2160 Meter hoher Schlackenkegel etwa 80 km oestlich von Horsefly mit super Aussicht in die Cariboo Mountains und ueber die vielen Seen. Man faehrt mit den Autos, die Quads auf Anhaengern, etwa 1 ½ Stunden. Danach weitere ca. 2 Stunden mit den Quads auf teilweise recht steinigen Pfaden den Berg hoch. Stephan und ich waren vor 3 Jahren schon einmal da.

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Im September wurde Stephan recht krank und verbrachte eine Woche im Spital in Vancouver. Er wurde dort von einigen Spezialisten untersucht und wird nun mit Steroiden und einem Immunblocker behandelt. Die Steroide helfen gut, sind aber keine Langzeitloesung und so wird weitergesucht. Daumen druecken, dass es mit seiner Gesundheit naechstes Jahr aufwaerts geht!

Im Oktober gings dann wieder zum Rheumatologen nach Vancouver und nach ein paar Tagen fuhren wir auf langem Weg nach Calgary. Von Vancouver dem Highway 3 entlang nach Greenwood. Dort gab es ein fantastisches Abendessen im Lebensmittelladen, ja, richtig gelesen, im Lebensmittelladen zwischen den Gestellen mit Nudeln und Gemuesebuechsen. Am naechsten Tag fuhren wir bis zu den Ainsworth Hot Springs und verbrachten mehrere Stunden im heissen Wasser im Pool aber auch in den Hoehlen. Und dann die lange Fahrt nach Calgary. Dort besuchten wir unseren fast 6 monatigen Enkel und feierten Felix’s Geburtstag. Danach die noch laengere Fahrt nach Hause. Trotz der Fahrerei hat es echt Spass gemacht und war nur machbar weil unser Wwoofer Thomas laenger blieb als geplant, super aufgepasst hat und gleichzeitig eine Propanheizung bei uns ihm Haus und in der Lodge eingebaut hat. Vielen Dank Thomas!

Cariboo-TeamIm November verkauften wir dann zu einem guten Preis unsere Kaelbchen. Das hiess, die Herde reintreiben, sortieren und die Kuehe impfen. Dabei wurden wir unterstuetzt von Thomas, Kim, Jake, Sharon und Roy und so ging alles ohne Probleme und in kuerzester Zeit ueber die Buehne , ausser das Transportieren der Kaelber nach Williams Lake . Kein Viehtransporter hatte Zeit. So fuhr Stephan die Kaelbchen selbst mit unserem Pferdeanhaenger in die Stadt , dreimal 150 km. Zum Glueck waren die Strassen okay und es lag nicht zu viel Schnee.

Ansonsten verbrachten wir November zu Hause und Dezember mit einem weiteren Ausflug nach Vancouver. Bei wiederum trockenem, extrem warmem Wetter dauerte es bis im November bis es endlich schneite. Danach war es dann zwei Wochen echt kalt mit Schnee und Sonnenschein, wunderschoen. Und dann wurde es warm, innerhalb von einem Tag auf plus 10 C. Die ganze weisse Pracht schmolz in kuerzester Zeit. Ueberall war Matsch und Dreck, einfach scheusslich. Kurz vor Weihnachten schneite es dann aber wieder und so durften wir eine weisse Weihnacht feiern.

Wir hoffen , Ihr hattet auch wunderschoene Weihnachten und wir wuenschen Euch das Allerbeste fuer’s “Neui Johr”!

“Wird’s besser? Wird’s schlimmer?”
fragt man alljährlich.
Seien wir ehrlich:
Leben ist immer LEBENSGEFAEHRLICH
Erich Kästner

Stephan + Monika Schlaepfer-Gysi

Winterwonderland Liam-Xmas Copper and Max

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