Newsletter 2013

Mal sehen, ob ich es dieses Jahr schaffe, unseren Jahresbrief noch vor Weihnachten zu versenden. Die letzten paar Jahre habe ich ja in dieser Hinsicht jedesmal versagt!

CCI-Winter ResortHeute herrscht perfektes Wetter um im Buero zu sitzen und den Brief zu schreiben. Seit heute morgen frueh schneit es in “Stroehmen” . Ich wuerde sagen, wir haben etwa 30 cm wunderschoen leichten, weissen Neuschnee. Einfach traumhaft!

Leider sieht es aber nun so aus, als ob Kim und Josh es nicht zu uns nach Hause schaffen werden. Sie hatten geplant, heute Abend nach der Arbeit los zu fahren, was aber bei den heutigen Strassenverhaeltnissen nicht unbedingt ratsam ist. Tja, so muss ich dann halt morgen meinen Geburtstag ohne sie feiern.
Wir planen jedoch kurz nach Weihnachten nach Kamloops zu fahren, um die Kinder zu treffen. Kristi und Felix verbringen dieses Jahr Weihnachten mit Kristi’s Familie in Vancouver und Kim und Josh in Kamloops mit Josh’s Familie. So werden wir dann, falls es das Wetter erlaubt, am 26. December bei Kim eine verspaetete Weihnachts- und Geburtstagsparty feiern.
2013 war ein sehr nasses und insektenreiches Jahr. Nach einem ganz netten Januar, hatten wir einen ungewoehnlich warmen Februar, einen sehr nassen Maerz, einen warmen, sonnigen April und danach einen sehr nassen, kalten Mai und Juni. Es dauerte bis Mitte Juli, bis es endlich sommerlich warm wurde. Aber dann wurde es sofort richtig heiss und sonnig und so konnten wir im Horsefly Lake bis Mitte September schwimmen gehen. Das kuehle, nasse Wetter im Mai hat ganz besonders unseren Muecken und “Black Flies” (beissende, klitze kleine Fliegen) gefallen! Wir konnten uns nur ganz schwer gegen diese Plage wehren und nach diesem Jahr bin ich der Meinung, dass Muecken verglichen mit “Black Flies” “harmlos” sind. Ich kann “Black Flies” nicht ausstehen! Nachdem diese Dinger endlich verschwanden, kamen dann die Wespen. Zu Tausenden! Es gab im ganzen Cariboo keine Wespensprays mehr zu kaufen. Gluecklicherweise waren die Wespen fuer mich nicht ein all zu grosses Problem, aber Stephan wurde an 3 verschiedenen Tagen gleich mehrere Male gestochen. Die Wespen hatten es richtig auf ihn abgesehen und so waren wir dann ueber den ersten serioesen Frost im September recht froh.
Waehrend des Jahres war es uns moeglich ein paar Mal in die Ferien zu fahren und schoene Ausfluege zu unternehmen.
Im Winter fuhren wir ein paar mal nach Sun Peaks und auf den Timothy Mountain skifahren.
Danach wurden wir von Freunden in ihre Wohnung nach Hawaii eingeladen. Ende Februar flogen wir nach Honolulu, wurden dort mit wunderschoenen Orchideen Leis begruesst und verbrachten 10 super Tage in
KoOlina. Zusammen mit Bill und Nancy erkundigten wir die Insel Oahu, genossen die vielen Sandstraende, wanderten zum Albatrossschutzgebiet, entdeckten einen wunderschoenen Buddhistentempel, Waikiki, Iolani Palast und vieles mehr. Die Besuche bei den Meeresschildkroeten und die vielen tropischen Blumen haben mir am Besten gefallen. Es war einfach super und hat uns beiden gut getan.

Dann im Mai fuhren wir nach Lake Chelan, im State Washington. Eine Woche lang verbrachten wir dort unsere Ferien zusammen mit Freunden aus Vancouver, probierten unser neues Boot aus und erkundigten den super schoenen See. Lake Chelan ist sehr aehnlich wie Horsely Lake, ausser dass er durch seine Lage sehr viel waermer ist und ein ganz interessantes  Doerfchen (kein Strohm, kein Telefon, etc, etc) am Ende des Sees hat. Stehekin ist eine Reise wert.

Und dann , wie fast jedes Jahr, flogen wir im Oktober in die Schweiz. Dieses mal mit einem eintaegigen Aufenthalt in Amsterdam. Amsterdam war trotz sehr nassem Wetter eine Reise wert und hat uns gut gefallen. In der Schweiz verbrachten wir dann eine Woche in Basel mit Stephan’s Eltern und danach ging es zu meiner Mutter nach Stuesslingen.
Leider musste Stephan kurz darauf notfallmaessig operiert werden. Eigentlich bestand ein Verdacht auf Blindarm, waehrend der Operation zeigte sich jedoch, dass er ein Geschwuer hatte und so wurde ihm kurzerhand ein Stueck des Dick- und  Duenndarmes entfernt. Keine so leichte Sache und so musste er dann eine Woche im Spital verbringen. Zum Glueck hatten wir eine Auslandversicherung. Wir konnten dann leider erst zwei Wochen spaeter als geplannt nach Hause fliegen. Business Class! Unser Ranchsitter wurde kurzerhand durch Kim ersetzt, die Gott sei Dank, frei nehmen konnte und sich hier super um alles gekuemmert hat.
Zwei Wochen nachdem wir nach Hause kamen, mussten wir unsere Kuehe und Kaelbchen impfen, sortieren und verkaufen. Da Stephan immer noch unter den Nachfolgen seiner Operation litt, kamen Kim und Felix beide nach Hause um dabei zu helfen. Nach 5 Stunden waren wir fertig; 133 Tiere sortiert, Kaelbchen geimpft und separiert und das alles bei sehr kaltem Winterwetter mit viel Neuschnee. Am naechsten Tag montierte Felix dann noch Schneeketten auf den Traktor und schleppte Holz, damit wir es in der naechsten Zeit schoen warm haben.
Kalbern lief wieder wie am Schnuerrchen. Zwischen Maerz und April wurden 55 Kaelbchen geboren und das wiederum ohne Hilfe und grosse Probleme. Dieses Jahr hatten wir mehr als die Haelfte Weibchen, letztes Jahr mehr als die Haelfte Maennchen! Die Weibchen, ein paar schoene, schwarze Maennchen (Ersatzbullen) und ein paar Kaelbchen, die noch zu jung fuer die Auktion waren, blieben auf der Ranch, der Rest der Stiere wurde in Williams Lake an der Auktion verkauft.

Seitdem wir das mit den Kuehen nun auch erledigt haben, koennen wir es ein bisschen ruhiger nehmen. Zwischendurch muss Stephan die Kuehe und Kaelbchen fuettern und da es immer wieder ganz schoen schneit, Schneepfluegen. Im Januar muss dann wieder etwas Feuerholz her. Aber bis dann hat sich Stephan hoffentlich gut erholt.
Das Resort bereitete uns dieses Jahr auch ein paar Kopfzerbrechen. Im Fruehling fanden wir heraus, dass das “Twin Birch” cabin im Winter eingefroren war , das heisst, die Wasserleitungen im Badezimmer und der Heisswasserboiler waren beschaedigt und das “Lonely Pine” cabin war von Ameisen besetzt! Es war einfacher das “Twin Birch” cabin zu reparieren als die bloeden Ameisen aus dem “Lonely Pine” cabin zu vertreiben. Ich sag’s ja, wir hatten ein Insekten Jahr! Nach einigem hin und her, viel spritzen von Ameisengift und hausgemachten Ameisenvertilgern wurden wir dann auch diese Viecher los. Nun, Daumen gedrueckt, dass sie naechstes Jahr nicht wieder auftauchen.
Waehrend der schoenen Sommer- und Herbstsaison konnten wir unser neues Boot so richtig geniessen. Wir machten Ausfluege ans Ende vom See (wunderschoener Sandstrand), wanderten ein paar mal von der Suey Bay an die Slate Bay am Quesnel Lake, besuchten den wunderschoenen Archie Creek Wasserfall, suchten Pilze zwischen Suey Bay und Slate Bay oder gingen abends ganz oft einfach fuer ein paar Stunden fischen oder nichts tun. Einfach super!
Am 20. Juli organisierte die Horsefly Feuerwehr ein ATV Poker Rennen auf und um den Horsefly Mountain. Das Wetter war perfekt und es kamen recht viele Leute mit ihren ATVs (kleines Gelaendefahrzeug). Da Stephan mit Heuen beschaeftigt war, kam meine Freundin Jo aus Vancouver mit. Sie fuhr vorher noch nie mit einem ATV, lernte es aber schnell und so hatten wir unheimlich Spass. Noch besser wurde es, als ich dann noch den dritten Platz gewann! Die Feuerwehr hat versprochen, dass sie naechstes Jahr wieder so ein Poker Rennen veranstalten werden und ich kann nur sagen, es lohnt sich wirklich dabei zu sein.

So,….last but not least……
Auch dieses Jahr habe ich wieder Fleischhuehner und Truthaehne grossgezogen. Allerdings nur noch fuer uns, unsere Kinder und ein paar Freunde, die alle bei der Schlachterei helfen mussten. Mit den neuen Regeln und immer hoeheren Preisen wurde es einfach unmoeglich die Voegel kommerziell herzustellen und dabei noch etwas zu verdienen. So haben wir dieses Jahr “nur” 60 Fleischhuehner und 20 Truthaehne

grossgezogen. Beim Schlachten der Huehner waren dann alle dabei und dank einer neuen Rupfmaschine und der Hilfe von sieben Leute waren wir innerhalb von 2 Stunden fix und fertig. Huehner gerupft, gesaeubert und in der Kuehle. Die Truthaehne wurden dann ein paar Wochen spaeter mit Hilfe von Esther und Beat geschlachtet und auch das ging super gut ueber die Buehne. Wir hatten abends sogar noch Zeit und Lust mit unserem Boot eine gemuetlich Rundfahrt mit Abendessen zu unternehmen.

Tja, ich denke das war’s dann so,….das Jahr 2013 in Kuerze. Nun wuenschen wir Euch allen von ganzem Herzen ein

wunderschoenes WEIHNACHTSFEST und ein
SUPER SCHOENES, GESUNDES und GLUECKLICHES 2014.

Ganz liebe Gruesse

Monika + Stephan Schlaepfer-Gysi

“Wird’s besser? Wird’s schlimmer?”
fragt man alljährlich.
Seien wir ehrlich:
Leben ist immer
LEBENSGEFAEHRLICH

Erich Kästner

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